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Tischtennis beim Dreiklang: Jüngster Starter avanciert zum Thumer Stadtmeister

Die 18. Auflage der Thumer Stadtmeisterschaften der Nichtaktiven im Tischtennis im Rahmen des Musik- und Vereinsfests Dreiklang lockte am 14. Juni 27 Starter aus 12 Orten an die Platten an der Sporthalle an der Wiesenstraße. So bunt wie das Dreiklang-Fest in der Bergstadt war – das Hobbyturnier ein Programmpunkt davon–so bunt ging es auch an den grünen Platten zu, die sonst nur dem Wettkampfsport vorbehalten sind. Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer und Senioren kämpften fünf Stunden begeistert um Punkte und Titel im Einzel. Dabei gab eine Überraschung, denn der jüngste Teilnehmer mit neun Jahren avancierte zum Besten. Jan Arnold aus Chemnitz-Ebersdorf gewann drei Spiele bei den Kinder/Jugendlichen und wurde ungeschlagen und sogar ohne Satzverlust souveräner Stadtmeister. „Ich wollte unter die Platzierten kommen“, zeigte sich der ehrgeizige Grundschüler ganz cool und über seinen Titel bei seiner ersten Turnierteilnahme total stolz. Auch Vater Thomas Arnold freute sich riesig über den Erfolg seines Sprösslings. „Er spielt erst seit anderthalb Jahren Tischtennis, in der Schule derzeit jeden Tag mehrere Stunden. Ich habe mittlerweile fast keine Chance mehr“, so der 50jährige, wenn es zum Vater-Sohn-Duell zu Hause kommt. Der zweite Platz ging an den Thumer Max Demmler vor dem Venusberger Lukas Beck, der bei seinem ersten Turnier unter den Augen seiner Eltern sehr aufgeregt war.

Bei den Frauen gab es eine neue Titelträgerin: Kerstin Ossenkopp aus Chemnitz wurde mit nur einem Satzverlust Stadtmeisterin vor Anne Uhlmann und der Titelverteidigerin Bärbel Demmler (alle Chemnitz). „Wir spielen in der Hobbygruppe mit fast zwanzig Leuten regelmäßig gern Tischtennis“, erzählt die Siegerin. Bei den Männern/Senioren wurde am längsten um die Plätze gerungen. Hier hatte Jan Schilk die Nase vorn und erkämpfte den Stadtmeistertitel. Durch seine unorthodoxe Spielweise mit Ballonabwehr und angeschnippelten Bällen vier Meter von der Platte entfernt, sorgte der Chemnitzer für Aufsehen. „Selbst Aktive aus der Chemnitzer Stadtoberliga empfinden mein Spiel als unangenehm“, so Schilk. Doch mit dieser passiven Spielweise zum Erfolg zu kommen, gaben dem Chemnitzer recht. Mit 3:1-Sätzen gewann Schilk das Finale gegen Lars Jaekel aus Niederbobritzsch. Dritter wurde Bernd Mecke aus dem selben Ort. „Das Endspiel war schon schön anzusehen und spannend. Da ist schon ein gutes Niveau zu beobachten“, zollte Landesligaspieler Stefan Meiner Respekt.

Als ältester Teilnehmer mit 82 Jahren stand Rainer Därr an der Platte. Der Thumer hatte früher einst aktiv gespielt, heute trainiert er noch die Kinder im Nachwuchs beim TTV Thum. „Diesmal waren meine Gegner zu stark“, gab Därr zu, der in der Gruppe passen musste. Der Senior Walter Weight aus Meinersdorf regte beim Veranstalter TTV Thum an, ob beim nächsten Turnier vielleicht auch zusätzlich Doppel gespielt werden könnte.Trotz allem war bei allen Hobbyenthusiasten die Freude am Tischtennis zu sehen. Und als der Klang des Klackens der Tischtennisbälle, passend zum Thumer Musik- und Vereinsfestes Dreiklang am Wochenende verstummt war, stand fest: Alle wollen im nächsten Jahr wiederkommen. Thomas Lesch

Ergebnisse 18. Thumer Nichtaktiven-Stadtmeisterschaft:

  • Kinder/Jugend: 1. Jan Arnold (Chemnitz-Ebersdorf), 2. Max Demmler (Thum), 3. Lukas Beck (Venusberg), 4. Paul Stöckel (Thum)
  • Frauen: 1. Kerstin Ossenkopp, 2. Anne Uhlmann, 3. Bärbel Demmler (alle Chemnitz)
  • Männer: 1. Jan Schilk (Chemnitz), 2. Lars Jaekel, 3. Bernd Mecke (beide Niederbobritzsch)