Bläser­philharmonie

Unser großes, sinfonisches Blasorchester - die Bläserphilharmonie

Die Bläserphilharmonie ist mit derzeit ca. 70 Musikern zwischen 14 und 35 Jahren das größte Ensemble des Vereins und feierte 2011 sein 50-jähriges Bestehen. Inzwischen hat sich aus dem ehemaligen Schulorchester ein großes, sinfonisches Blasorchester entwickelt. Sinfonische Werke und Originalkompositionen für Blasorchester gehören zum Standardrepertoire. Dieses wird ergänzt durch anspruchsvolle Bearbeitungen klassischer Werke, traditionelle Blasmusik sowie moderne Unterhaltungstitel aus Rock und Pop.

Anlässlich des Jubiläums erhielt das Ensemble 2011 eine neue Kleidung. Und nicht nur das – auch der Name wurde der musikalischen Ausrichtung und dem Alter der Musizierenden angepasst: das einstige Jugendorchester nennt sich nun „Bläserphilharmonie Thum“. Eine 14-tägige Konzerttournee durch China und zahlreiche Konzerte in großen Konzerthäusern rundeten das Jubiläumsjahr 2011 würdig ab.
Ein ausführlicher Überblick über die Geschichte und den Werdegang des Klangkörpers ist in unserer Chronik nachzulesen, die anlässlich des Jubiläums in einer erweiterten Fassung neu aufgelegt wurde.

Durch die fleißige, kreative und enthusiastische Arbeit von Musikern, Ausbildern der Musikschule des Erzgebirgskreises und der Dirigenten Karl Röhle (†), Wolfgang Grüneberg, Friedemann Schulz, Alexander Richter, Thomas Conrad und Robin Kürschner ist es gelungen, das Leistungsniveau des Ensembles so zu steigern, dass es sich seit Jahren zu den besten Amateurblasorchestern Sachsens zählen kann. Dies ist umso bemerkenswerter, da das Erzgebirgsstädtchen Thum mit seinen Ortsteilen Jahnsbach und Herold gerade mal 5.500 Einwohner zählt.

Die Musikerinnen und Musiker arbeiten zielstrebig an einer stetigen Weiterentwicklung des Klangkörpers. Bestätigung über den hohen Leistungsstand erhielt das Ensemble bei zahlreichen Leistungsvergleichen und Wettbewerben. Genannt seien dabei vor allem der 1. Platz beim CISM-Wettbewerb in der Kategorie Oberstufe beim Deutschen Musikfest 2007 in Würzburg sowie der „Deutsche Orchesterwettbewerb“ in Karlsruhe, wo das Ensemble nach einem landesweiten Vorausscheid den Freistaat Sachsen vertrat. Im Jahr 2009 konnte das Orchester erstmals eine professionelle DVD produzieren.

Um sich aber wirklich von der hohen Qualität unseres größten Klangkörpers zu überzeugen, sollte man unbedingt eines der zahlreichen Konzerte der Thumer Bläserphilharmonie besuchen. Deshalb heißen wir Sie „Herzlich Willkommen“ zu unseren Konzerten, zum Beispiel im Thumer Volkshaus, im Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg oder zum Thumer Orchestertreff.

Ein Blick in die Geschichte der Bläserphilharmonie

 

1961 Gründung des „Pionierblasorchesters der erweiterten Oberschule Thum“ unter der Leitung von Dr. Johannes Fritzsche mit 25 Musikern
1967 Berufung in das „Zentrale Pionierblasorchester der Republik“; Karl Röhle beginnt seine Dirigententätigkeit
1969 Berufung ins „Zentrale Musikkorps der FDJ und Pionierorganisation“ (ZMK)
1970 Prädikat „Oberstufe gut“ in einem Leistungsvergleich innerhalb der DDR
1973 Teilnahme an den 10. Weltfestspielen in der DDR
1974 Umbenennung in „Pionier- und FDJ-Blasorchester der EOS und OS Maxim Gorki Thum“
1978 Auszeichnungsreise nach Ungarn
1986 Orchester erhält Prädikat „Oberstufe ausgezeichnet“
1987 Auszeichnungsreise nach Algerien
1989 Teilnahme einiger Musiker an den XIII. Weltfestspielen in Pjöngjang
1990 Gründung des Vereins „Jugendblasorchester der Stadt Thum/Erzgeb. e.V.“
1991 Teilnahme an der Saxoniade – „1. Rang Oberstufe“
1993 Konzertreise nach Schweden
1994 1. Rang mit Belobigung in der Oberstufe beim Landesmusikfest in Erkelenz; Produktion des ersten Tonträgers des Ensembles
1996 Konzertreise nach Ungarn
1998 Konzertreise nach Südafrika
2000 Teilnahme mit „Gutem Erfolg“ am Deutschen Orchesterwettbewerb in Karlsruhe; Konzert im Gewandhaus zu Leipzig gemeinsam mit dem Jugendorchester Leipzig
2001 Konzertreisen nach Südafrika
2004 Prädikat „hervorragend“ zum Landesmusikfest in Olpe (NRW); Friedemann Schulz übernimmt Leitung des Orchesters von Wolfgang Grüneberg
2005 Thomas Conrad übernimmt neben Friedemann Schulz die Leitung des Ensembles
2006 Thomas Conrad wird alleiniger künstlerischer Leiter des Orchesters; Konzertreise nach Luxemburg; Alexander Richter und Robin Kürschner werden Co-Dirigenten
2007 Teilnahme am internationalen CISM-Wettbewerb zum „Deutschen Musikfest“ in Würzburg, unter der Leitung von Thomas Conrad erreicht das Orchester den 1. Rang in der Oberstufe
2009 Sächsischer Orchestertag in Reichenbach – 1. Rang für das Ensemble
2010 Veröffentlichung der ersten professionellen DVD „Escape from Plato’s Cave“
2011 Jubiläum zum 50 jährigen bestehen des Ensembles – Umbenennung in Bläserphilharmonie – neue Vereinskleidung – neues Logo
2013 Wertungsspiel zum Deutschen Musikfest in Chemnitz, 93,7 Punkte, bestes Orchester der Kategorie 5 (Höchststufe) mit Prädikat „hervorragend“
2013 World Music Contest im holländischen Kerkrade, hervorragender 3. Platz mit 92,17 Punkten, Goldmedaille mit Auszeichnung

Die Dirigenten der Bläserphilharmonie

 

Thomas Conrad

geb. 1971, Diplom-Musiker
seit September 2005 Dirigent der Bläserphilharmonie

Der studierte Posaunist begann seine musikalische Laufbahn bei Karl Röhle, einem der ehemaligen Dirigenten des Jugendblasorchesters Thum. Nach seiner Ausbildung am Musikinstrument und dem Erwerb der Hochschulreife an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar erfolgte das Studium mit dem Abschluss als Diplommusiker am Instrument Posaune.

Nach dem erfolgten Aufbaustudium im Bereich „Konzertexamen“ folgte in den Jahren 1994-1996 eine Anstellung in der Staatskapelle Weimar. Nach dieser Zeit verschlug es ihn wieder in die erzgebirgische Heimat. Im Verein Jugendblasorchester der Stadt Thum übernahm er von 1997 – 2005 die musikalische Leitung der Erwachsenenformation „Brass94“. An der Musikschule des Landkreises Annaberg unterrichtet er die Fächer Posaune, Euphonium, Tuba, Trompete, Kammermusik und Musiktheorie. Von 2001 – 2006 hat er die Leitung des Fachbereiches Blechbläser inne.

Während dieser Zeit begann auch sein Engagement im Landesblasorchester Baden-Württemberg, welches ihn schließlich sowohl privat als auch beruflich in den Süden des Landes führte; zunächst als Fachbereichsleiter Bläser an der Städtischen Musikschule Heilbronn und seit 2009 als Leiter der Musikschule Lauffen und Umgebung e.V. Zusätzlich übernahm er 2006 die Leitung des Blasorchesters des MV Schwieberdingen, welche er bis heute parallel zum Dirigat der Bläserphilharmonie inne hat. Darüber hinaus dirigiert er die Bigband „Flat-Attack“ aus Heilbronn (2008 – 2012) und die Stadtkapelle Marbach (seit 2011).

Robin Kürschner

geb. 1983
seit September 2005 Co-Dirigent der Bläserphilharmonie

Seine musikalische Laufbahn begann Robin Kürschner als Tenorhornist in der Blaskapelle seines Heimatortes Drebach und als Posaunist in unserem Verein. Ausgebildet wurde er dafür von Rolf Sadler und Thomas Conrad. Nach erfolgreichen Teilnahmen im Wettbewerb “Jugend musiziert” folgte ab 2003 das Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.

Schon als 20-jähriger übernahm er die Leitung der Heidelbachtal-Musikanten Drebach und seit 2005 dirigiert er gemeinsam mit seinem ehemaligen Lehrer Thomas Conrad die Bläserphilharmonie. Darüber hinaus schwingt er auch den Taktstock für die Original Elbländer Blasmusikanten. Ergänzend zu regelmäßigen Aushilfen in sächsischen Kulturorchestern hat Robin Kürschner seit 2009 einen Lehrauftrag im Fach tiefes Blech an der Musikschule Erzgebirgskreis inne und ist dort auch für Ensembleleitung zuständig. Neben den wöchentlichen Orchesterproben leitet er u.a. auch Register- und Satzproben.

Videos der Bläserphilharmonie

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